Wer oft in den Bergen unterwegs ist, begegnet vielen Begriffen, die auf Karten, in Tourenberichten oder bei der Planung verwendet werden. Doch was bedeuten Scharte, Grat oder Rinne eigentlich?
Sprache der Berge
Eine Scharte ist ein tiefer Einschnitt zwischen zwei Gipfeln oder Felsformationen. Sie dient oft als Übergang oder Pass. Ähnlich ist das Joch, welches meist einen breiteren und besser begehbaren Übergang zwischen zwei Bergen beschreibt.
Der Grat ist der schmale Höhenrücken eines Berges. Er verbindet Gipfel miteinander und kann je nach Gelände einfach begehbar oder luftig und ausgesetzt sein. Seitlich davon ziehen sich oft Rippen ins Tal – längliche Geländestrukturen aus Fels oder Erde, die wie natürliche Rücken wirken.
Eine Rinne ist eine schmale Vertiefung im Gelände, durch die oft Wasser, Geröll oder Schnee abfliesst. Besonders im Winter können Rinnen lawinengefährdet sein. Der Kegel beschreibt meist eine kegelförmige Berg- oder Schutthalde, die durch Erosion oder Geröllablagerungen entsteht.
Weitere typische Begriffe sind die Flanke, also die Seite eines Berges, oder der Sattel, ein tiefer Übergang zwischen zwei Erhebungen. Wer diese Begriffe kennt, versteht Karten und Tourenbeschreibungen deutlich besser – und sieht die Bergwelt mit anderen Augen.
Der höchste und schwierigste Berg ist immer derjenige, den wir in uns tragen. Denn letztlich schaffen wir uns unsere Berge selbst und das Verlangen, sie zu bezwingen
Walter Bonatti





























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