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Monstertour – Vom Ybrig nach Pizol

Aug 9, 2015   //   by niki   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Sport, Wandern  //  1 Kommentar

Mehr als 8000hm rauf und runter vom Ybrig nach Pizol in 48h non stop

Beeindruckende Zahlen von keinem praktischen Sinn. Mir wurde gesagt, dass dieses Vorhaben verrückt sei. Zugegeben ja, ist es ja auch, ich nahm es trotzdem in Angriff und ja, es hat geklappt. Wie Ueli Steck mal sehr schön gesagt hat: Ich bin mir der objektiven Belanglosigkeit meines subjektiven Erlebnis durchaus bewusst. Aber sich mit einem Ziel auseinanderzusetzen und das auch zu erreichen ist eine sehr grosse Befriedigung. Bevor ich nun ins Philosophische abschweife… Es war hart, aber ungemein aufregend, mit sehr vielen Höhen und Tiefen – im wahrsten Sinne des Wortes. Read more >>

Radical Splitboard

Feb 18, 2013   //   by niki   //   Allgemein, Bergsport, Blog, Design, on the top, Snowboard, Sport  //  4 Kommentare

Tourengehen fuer Snowboarder: Splitboards auf dem Vormarsch

Auch wenn die geteilten Boards immer noch ein Nischen Produkt ist. Die Nachfrage sind für die Splitboards ist riesig. Kein Wunder, viele suchen die Einsamkeit in den Bergen beim Touren. Wollen aber nicht verzichten die Abfahrt mit dem Board zu geniessen. Der Aufstieg mit Schneeschuhen ist mühsam. Das naheliegende also ein geteiltes Board für den Aufstieg. Die Splitboards gibt es schon seit den 80ern. Jetzt sind sie wieder da. Dabei werden sie technisch ausgereifter und vor allem leichter.

Die Funktionsweise der Splitboards ist einfach: Im Grunde handelt es sich um in der Mitte längs durchgeschnittene Snowboards. Für den Aufstieg werden sie auseinandergenommen und bieten zwei Tourenski mit entsprechenden Bindungen und Aufstiegsfelle. Auf dem Berg angekommen, werden sie mit wenigen Handgriffen zusammengesteckt und wie ein Snowboard genutzt.

Bei meinen Touren ging ich immer mit Schneeschuhen. Was auch seinen Reiz hat, aber um einiges Anstrengender ist, da das Board auf dem Rücken mitgetragen werden muss. Mit Radical bin ich schon seit Winter 2012 an einem Splitboard am Entwickeln. Habe mir viele Systeme angeschaut. Aber leider nie mein Wunsch Board/System gefunden. Die meisten Boards sind immer noch zu Schwer oder/und viel zu Steif. Das neue Jones Carbon Board ist zwar leicht, aber extrem Hart und gemäss Insider auch nicht Stabil genug. Für mich zum Testen habe ich das neue Nitro Thunder 162cm. Gutes leichtes Board mit Camber. Was aber noch wichtiger ist, ist das Bildungssystem für das Splitboard. Hochgelobt an der ISPO war das Splitstick. Nach genauer Betrachtung kamen aber mehrere Fehler zu Tage. Die Bindungsdisk lässt sich nur 30° drehen und steht dann etwa 1.5cm über dem Board hinaus. Falls da eine Beschädigung stattfindet, ist es nicht mehr möglich der Splint zu befestigen was die Bindung am Board hält. Was gegen das vereisen hilft, ist ein Silikon Spray für die Bindung und Split-Teile.
Das System von Karakoram, was auch von Jones verwendet wird, habe ich auf meinem Nitro Splitboard. Einfaches und schnelles System. Aber viel zu Teuer, schwerer als Spark  und nicht gerade das Stabilste. Die Teile sind auch fast nicht zu bekommen. Das Voilé System ist das bekannteste und wohl älteste System. Aber eben auch das älteste ohne grosse Erneuerungen. Dazu kommt das Voilé von jedem eine Lizenz einfordert, wo das Lochsystem benützen möchte. Das ist auch der Grund warum alle anderen Hersteller die Inserts um 3mm verschoben haben und nur eine Feile das Problem lösen kann. Das System für was ich mich nun für Radical entschieden habe ist das SparkTesla System für das Jahr 2014. Stabil und Leicht. Dazu mit zwei Steighilfe-höhen und ohne Split. Die Split Hooks und die Tip-Tailclips von Voilé, da die sich bewährt haben, drehbar sind und somit beim Laufen nicht im Weg kommen oder beschädigt werden. Für den Aufstieg verwenden wir die Felle von Gecko die ohne Kleber auskommen. Es ist ein sogenanntes Adhäsionsfell. DAS Skitourenfell Gecko von MP Sports ist eine Weltneuheit auf dem Skitourensektor. Es saugt sich ohne Kleber auf dem Board fest. Vorteile des Gecko Adhäsionsfells: Es ist KEIN Klebefell. Es saugt sich durch Molekularkraft (Adhäsion) am trockenen und nassen Board fest. Mehrmaliges Auf- und Abfellen ist somit kein Problem! Absolut bedienerfreundlich, da man die Felle ohne Schutzfolie zusammenlegen kann, ohne dass sie verkleben.Verschmutzungen auf der Beschichtung kann man einfach mit klarem, warmem Wasser abwaschen. Es ist hitze- und kältebeständig von + 250° bis – 70° und haftet auch unter Extrembedingungen. Die Gecko Beschichtung hat eine sehr lange Lebensdauer.

Die Breite vom Board, respektive von den Skis ist nicht mehr das wichtigste. Mittlerweile sind die Tourenskis auch breiter geworden, so dass das Radical Splitboard auch in diesen Spurgrössen im Aufstieg ihren Platz finden. Aber richtig Spass macht natürlich das selber Spuren 🙂
Wegen der Länge; Ja, je mehr Auflagefläche, desto besser der Auftrieb. Aber für den Aufstieg absolut hinderlich nicht nur bei bei der Spitzkehre. Dank unserem Lion Shape wo in der Nose einen Rocker aufweist, ist der Auftrieb genug gut. Über 162cm würde ich nicht gehen. Ich selber habe neben dem Surf 222cm das kleine Lion mit 152cm. Das genügt und hat einen Auftrieb wie ein 166cm Freerideboard. Habe ich Nachteil mit dem Splitboard? Ich finde nicht, es vereinigt das beste aus beiden Welten.

Das neue Radical Lion Splitboard kommt am September 2013 in den Handel mit der Länge: 162cm
Es hat den gleichen Shape wie das Lion 162cm. Nur das es 4 statt 2 Stahlkanten hat. Preis mit den Hooks und Tip-Tailclips: 2150.- Optional mit denn neuen Spark Tesla System und die Geckofelle.
Das Board ist natürlich leicht und mit dem Flex vom Lion 162cm. Also nicht so Steif wie die meisten Splitboard der anderen Hersteller. Denke wir haben eins der besten Splitboards auf dem Markt. Natürlich nicht das günstigste, aber so wie von Radical erwartet, einfach der Hammer und ohne Kompromisse auch auf der Piste.

Radical Lion 162cm Splitboard

Radical Lion 162cm Splitboard

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Risiko? – Aber sicher!

Jan 24, 2013   //   by niki   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, on the top, Snowboard  //  7 Kommentare

Schon einmal habe ich meine Meinung zum Thema Risikomanagement veröffentlicht.
Daran hat sich nicht viel verändert. Da der Bergsportler sich bewusst in zivilisatorisch schlecht erschlossene Gebiete mit erhöhtem Risiko – Gefahren durch zum Beispiel Lawinen, Wetter, Muren, Felssturz, Eissturz – begibt, ist ein spezieller Umgang mit diesen Risiken notwendig. Hierbei spricht man auch von Risikomanagement.

Ja, ich gehe gerne Risiko ein. Risiko, was ich aber aus meiner Sicht vertreten kann.
Was aber ist ein hohes Risiko?
Klar ist das Erfahrungen und Wissen helfen Risiken besser abzuschätzen.
Wie stabil ist die Seraczone wirklich und – kommt die Kaltfront vielleicht früher als im Wetterbericht angekündigt? Manches Mal ist dann Rückzug in die Hütte angesagt – diskutieren – analysieren – warten, vielleicht geht es morgen – oder der Traum einer Ersteigung des Wunschberges bleibt für dieses Mal ein Traum und muss der harten Realität weichen.

Doch der Umgang mit diesem Thema ist äusserst unterschiedlich und unterliegt auch einem gewissen zeitlichen Wandel. War früher das Eingehen eines Risikos noch etwas „heroisches“, so werden heute nicht nur risikofreudige Bergsportler sehr schnell als „verantwortungslos“ bis „lebensmüde“ abgestempelt. Sobald ein Unglück geschieht, wird der gesamte Bergsport zum „Risikosport“ erklärt.

Dazu trägt sicher auch die Mediale Verbreitung risikofreudige Berggänger bei. Die meisten Freerider sind mit LVS, Helmkamera und Airbag ausgerüstet. Und wagen sich so in Gelände die selbst der Lawinenguru Munter nur von fernem betrachten würde. Heutzutage werden alpine Gefahrenräume entschärft, ohne das die Actionsüchtige in den Bergen aufgewachsen sind, oder die alpine Gefahr Schritt für Schritt verinnerlicht zu haben. Sicherer wird das ganze aber nicht.
Eigenverantwortung heisst das Zauberwort. Die Problematik und das tritt ganz bestimmt auch auf mich zu, Ist die Präsentation und die Suche der Bestätigung im Internet. Das Narzisstische Verhalten muss berücksichtigt und Analysiert werden. Wie viel Risiko geht man ein, Aufgrund um im Netz die Öffentlichkeit zu Schockieren und die Bestätigung zu bekommen das man ein „Krasser Siech“ ist? Eine Entwicklung die besonders zu berücksichtigen gilt in der Zeit von Extremen Bildern / Filme im Netz. Alles wird schneller, Extremer und gefährlicher, aber auch Sicherer? Jedenfalls wird das in der Werbung so vermittelt, das mit dem richtigen Material jeder solche extremen Sachen machen kann.

aufstiegPiz Porchabelladeep freeridingSnowboardturn im Hoch-YbrigDrausen Zuhause

Beispiele Medialer Selbstüberschätzung:
Linda Fäh besteigt das Matterhorn
Everest-Oma
Geteert und gefedert
Bis an die Grenzen des Körpers: Extrem-Berglauf auf die Zugspitze

Ich plädiere für:

  • Freier Zugang zu den Bergen. Der alpine Raum muss allen Menschen frei zugänglich sein und bleiben. Verantwortungsvoller Bergsport bereichert die Bergwelt.
  • Präzision statt Regelungswut. Es gibt genügend Gesetze, um den Bergsport zu regeln. Diese sollten mit Augenmass und Sachverstand angewandt werden.
  • Die Eigenverantwortung stärken. Der Bergsport ist umso sicherer, je kompetenter die Bergsportler sind.
  • Den Wert von Risikobewusstsein anerkennen. Eine Gesellschaft gewinnt, wenn ihre Mitglieder den bewussten Umgang mit Risiken erlernen und beherrschen.
  • Einen angemessenen Risiko-Diskurs führen. Insbesondere die Medienschaffenden und die Touristiker sollten Risiken nicht überbewerten und/oder als Verkaufsargument in den Vordergrund stellen.

Was ich aber nicht machen werde, ist ein Disclaimer für meine Publizierten Bergtouren schreiben. Jeder sollte selber entscheiden mach er machen kann/will. Eigenverantwortung, Sondierung und Beurteilung der aktuellen Verhältnisse gehören bei jeder Tour dazu.

5 gute Gruende einen Berg zu besteigen

Sep 29, 2011   //   by niki   //   Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, on the top  //  2 Kommentare

Fünf gute Gründe, warum es sich lohnt einen Berg zu besteigen.

1. Ausblick:
Oben sieht man mehr: Wer auf 2.000 Metern Höhe steht, kann 150 Kilometer weit schauen, auf 8.000 Metern Höhe sind es schon über 300 Kilometer weit.

2. Selbstüberwindung:
Selbst gesteckte Ziele zu erreichen erhöht die Zufriedenheit und stärkt das Selbstbewusstsein. Optimal ist eine Herausforderung, die zwar anstrengend, aber realistisch ist.

3. Fitness:
Bergsteigen macht fit und ist der ideale Weg, überflüssige Pfunde purzeln zu lassen. Als Faustregel gilt: pro 100 Höhenmeter verbraucht der Mensch 100 bis 150 Kilokalorien.

4. Gemeinschaft:
Das Bergerlebnis wird erst richtig schön, wenn man es mit anderen teilen kann. Sei es beim Handschlag am Gipfelkreuz oder beim Gespräch auf dem gemeinsamen Weg dorthin.

5. Belohnung:
Nichts regt den Appetit so an wie eine ausgiebige Bergtour und nichts schmeckt besser, als das erste Cola nach ein paar hundert Höhenmetern.

Panorama

Jede Outdoor-Geschichte ist einzigartig. Jede Outdoor-Geschichte wird mit Leidenschaft erzählt. Egal ob du auf eigner Faust los ziehst oder Freunde für deinen Plan begeisterst – der Kick liegt in der Herausforderung und dem Willen, das Beste aus dem Tag herauszuholen. Vielleicht hast du so einen Tag nur einmal im Jahr – die Geschichte aber bleibt und wirst sie weitererzählen, bis du raus in die Natur gehst und eine neue erlebst.

 

Fulberg im Hintergrund

Bergsport

Jul 7, 2011   //   by niki   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, on the top  //  9 Kommentare

Wie die meisten schon gesehen haben, ist der Bergsport mir sehr wichtig. Zeit um mal die wichtigsten Infos zusammen zustellen.

Mich reizt die Herausforderung. Meine Solo Bergtouren gehen von T4 bis T6 und Kletterstellen bis zum lll Grat.
Somit sind Wanderungen im T3 Bereich eher als Zustieg für mich.

Alleingänge, Solobesteigungen sind so eine Sache, soll man sie machen oder ist man in der Gruppe doch sicherer unterwegs?
Beim Klettern sind wir immer mindestens zu zweit. Bei Schneetouren meistens zu zweit oder dritt. Es gibt aber Situationen da bin ich alleine, weil meine Tourenpartner keine Zeit haben. Wenn ich dann in meinem Umfeld sage ich war allein unterwegs, ist grosses Staunen angesagt, ist das nicht gefährlich oder hast Du keine Angst, sind die Reaktionen.

Objektive Gefahren existieren bei jeder Solotour in genau gleichem Masse wie bei einer Tour mit einem/r Partner/in.
Diese Gefahren kann ich nicht dadurch ausschliessen, dass ich nicht allein bin. Ich stürze auch in der Seilschaft in einer Spalte, werde von einem Stein getroffen oder von einer Lawine erwischt.
Es gibt Touren, in denen Begleitung sicherheitsmässig unbedingt anzuraten ist, weil bspw. spaltenreiche Gletscher im Spiel sind oder die technischen Schwierigkeiten so hoch sind, dass man vieles sichert via Seil.

Fazit: Solotouren habe ihre Berechtigung und sind, wenn richtig geplant, nicht risikoreicher.

Viele Touren ab T4 sind nur mit gutem Schuhwerk (Wanderschuhen) zu empfehlen, da es immer wieder Situationen gibt, in denen ein Ausrutschen schwere Folgen haben kann (Absturzgefahr). Ausserdem ist es empfehlenswert die Touren nicht bei oder nach starken Regenfällen zu begehen. Beim begehen der Touren sind alpine Erfahrungen notwendig, da es bei einem Wetterumsturz meist wenig bis keine Möglichkeiten gibt sich zurückzuziehen. Man sollte immer genug zu Trinken dabei haben.

Planung:
Ich Plane meine Touren sehr gründlich. Das kann manchmal Stunden dauern, bis ich einen ungefähren Plan habe wo was und wie. Infos hole ich mir meist bei Hikr oder ich habe von Kollengen gehört das diese Tour schön ist. Planen tu ich im SwissMap oder Garmin BaseCamp bei einer 25`000 Karte. Der erstellte GPS lade ich dann auf mein Garmin 450t. Vor der Tour wird die Wetterlage nochmals genau studiert, und das Material gepackt. Natürlich schaue ich auf meine Fitness und Ernährung. Und das nicht nur unmittelbar vor der Tour.

Bergsteigen

Zum Bergwanderer wird man nicht durch Geburt, sondern durch Übung.
Was ist eine Bergwanderung? Wo hört die Wanderung auf, und wo wird die Bergwanderung zur Alpinwanderung, Bergtour, Hochtour, Klettertour?

Schuhe
Die Bergschuhe ist dein wichtigster Ausrüstungsgegenstand. Eine Torsionssteifere Sohle bietet dem Fuss mehr Führung. Das beugt Ermüdungserschei­nun­gen vor und erhöht die Tritt­sicherheit in nassen Grashängen oder matschigen Steigen. Ausserdem drücken spitze Steine oder Wurzeln nicht durch die feste, grob profilierte und griffige Sohle – dadurch ermüdet das Fussgewölbe weniger. Und der Schaft bietet noch mehr Knöchelhalt. Die typischen weichen Treckingschuhe mit Stoffeinlagen sind für Bergwanderungen nicht geeignet, und eher für das Wanderungen gedacht.
Einer der vielen Bergmythen besagt, dass man die Schuhe unterwegs nie ausziehen soll. Das Gegenteil ist wahr: Ziehe die Schuhe (und die Socken) aus, wann immer es das Wetter und die Situation erlauben. Deine Schuhe, Socken und Fusshaut können so trocknen, und du schützte dich damit selbst vor Blasen. Und wenn du dann noch barfuss im Gras oder auf dem Fels herumspazieren, regt das auch deine Blutzirkulation an. Übrigens kannst du den Schuh im Aufstieg durchaus etwas lockerer binden als im Abstieg.
Binde Tipps findest du unter: Schuhe binden – die Tricks der Profis

Bekleidung
Moderne Bergsportbekleidung ist funktionell, modisch – und leider auch teuer.
Die beste Qualität nützt dir aber nichts, wenn du das falsche Material gekauft hast. Deine Bekleidung sollte in erster Linie bequem sein; wenn die Hose zwickt oder der Kragen am ohnehin sonnengeröteten Hals kratzt, dann wird das Bergwandern unangenehm. Ich hatte schon sehr viele Materialien getestet. Und die Funktionswäsche mit dem Schichtenprinzip kommt am besten. Kräftige Farben sind übrigens neben Fototechnischer Sicht auch aus Sicherheitsgründen empfehlenswert!

Einige Hinweise zu einzelnen Kleidungsstücken:

  • Socken: Möglichst keine Nähte. Verstärkte Zehen- und Fersenpartie. Socken nach dem Waschen nicht im Tumbler trocknen, weil sie sonst leicht verfilzen. Wenn eine Socke im Schuh zu rutschen beginnt, ist es Zeit, ihn zu ersetzen.
  • Hosen: Lange Hosen aus einem rasch trocknenden Material. Mit kurzen Hosen kratzt du dich leicht die Beine auf und bilden ein attraktives Ziel für Mücken.
  • Pullover/T-Shirt: Lieber zwei dünne als einen dicken mitnehmen, Empfehle ein Langarm Sweatshirt aus Kunstfaser, und ein Windichtes SoftShell.
  • Jacke: Eine super kleine Regenjacke schützt dich vor Wind und Kälte. oder eine leicht gefütterte Regenjacke bei kälteren Tage. Im Bergsportgeschäft werden diese oft als „All Seasons“-Jacken bezeichnet. Die Kapuze sollte in die Jacke integriert sein und, wenn sie über dem Kopf zusammengezogen ist, fast nur noch Augen und Nase freilassen. Lange Pelerinen schützen zwar den ganzen Körper und den Rucksack vor Regen, aber man stolpert damit leicht.

Rucksack:
Auf einer eintägigen Bergwanderung wird du zwischen 5 und 8 Kilo, auf einer mehrtägigen sogar 10 Kilo oder mehr in deinem Rucksack transportieren. Wichtig ist, dass die Rückenlänge des Rucksacks zu der/des Trägers passt. Schwere Rucksäcke besser auf eine Erhöhung stellen und dann in die Schultergurte schlüpfen.

  1. Auf dem Rücken schliesst man zunächst den Hüftgurt. Dieser muss mit seinem gepolsterten Teil mittig auf den Hüftknochen sitzen, nicht darüber, wo er den Bauch einschnüren könnte.
  2. Jetzt werden die Schulterträger festgezogen. Die Haubtlast liegt aber auch dem Hüftgurt (ca. 60%), daher nicht zu fest ziehen. Der gepolsterte Teil der Schulterträger sollte vor der Achsel enden, der Trägersatz nicht zu hoch, damit er nicht am Hals scheuert. Die Lageverstellriemen liegen im Bereich des Schlüsselbeins.
  3. Hat der Hüftgurt noch separate Stabilisierungsriemen werden diese jetzt festgezogen.
  4. Für einen besseren Kontakt zum Rücken werden dann die Lageverstellriemen an den Schulterträgern festgezogen.
  5. Zuletzt den Brustgurt schliessen, da so der Sitz der Schulterträger optimiert wird. Das entlastet zudem die Schultergelenke beim Wandern und Klettern

Weitere Ausrüstungsgegenstände:
Teleskopstöcke zum runterlaufen. Stocke nur benutzen wenn notwendig. Das Gleichgewicht nimmt sonst sehr stark ab bei zu vielem Gebrauch von Stöcken.
Eventuell Gamaschen und Steigeisen je nach Gelände. 2 Lange Bandschlingen mit Karabiner für den Notfall
Einige Ausrüstungsgegenstände gehören auf jede Bergtour mit: Sonnenschutz, Sonnenbrille, Apotheke mit starkem Schmerzmittel und Verbandsmittel, Rettungsdecke, Stirnlampe, Geld, Alpin Pickel für heikle Stellen der auch im steilen Gras gut einsetzbar ist. Trillerpfeife für den Notfall, Mobiltelefon. Auch wenn beim Bergwandern kein Seil benötigt wird, immer eins dabei haben – ein etwa 10 bis 20 Meter langes, 6-8mm dünnes Bergseil. Denn die Situation, in dem du oder Dritte es brauchen werden, kommt bestimmt. Sei es, weil jemandem beim Abstieg über eine Geländestufe schlecht wird, sei es, weil ein Stück Weg abgerutscht ist, oder sei es, weil die Drahtseilsicherung an einer ausgesetzten Stelle herausgebrochen ist.

Mit Respekt in die Berge!
Die Bergwelt ist zum einen unberührte Natur und zum andern ein landwirtschaftlicher Lebensraum, insgesamt ein sehr empfindliches Ökosystem. Der einzelne Bergwanderer ist zwar üblicherweise kein Problem, aber die Summe aller Bergwanderer bringt diesen Lebensraum leicht aus dem Gleichgewicht. Als vernünftiger Mensch haltest du dich an den Grundsatz „Leave nothing than footprints, take nothing than pictures„; Du pflücken natürlich keine seltenen Blumen und lässt keinen Abfall liegen. Gerade die Raucher unter euch. Filter wieder mitnehmen, ansonsten verschmutzt das 22Liter Wasser unwiderruflich! Mehr unter: Mit Respekt in die Berge!

Nahrung / Trinken:
Immer genug Trinken! Vor der Tour genug Kohlenhydrate und Magnesium zu sich nehmen. Rechne nicht mit Brunnen oder Gasthäuser. Isononisches Getränk löschen den Durst sehr gut, und füllen den Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Chloride gehalt auf. Wasser oder Apfelschorle geht natürlich auch. Kohlensäurehaltige Süssgetränke, Ovomaltine, Milch oder alkoholische Getränke eignen sich nicht als Marschgetränk. Bei heissen Tage auch salzhaltige Nahrung mitführen. Nur mitnehmen was auch bekannt und gerne verzehrt wird! Energieriegen sind kompakt, leicht und gut verdaulich. Vom Trinken aus Bächen ist eher abzuraten; im Weidegebiet sind Bäche fast immer vom Vieh verschmutzt, und auch weiter oben verträgt unser Körper die Sand- und Staubrückstände im Schmelzwasser meist nur schlecht. Immer auch Tabletten mitführen

Sicherheit:
Unser Körper ist für die Bewegung im ebenen Gelände gebaut. Steiles oder ausgesetztes Gelände ist nicht nur für unseren Körper schwieriger, es belastet auch psychisch und kann Sturzängste verursachen. Ausgesetzte Grate sind oft ein psychisches Problem, weil es auf beiden Seiten weit hinuntergeht. Denk daran, dass du als Kind problemlos auf schmalen Randsteinen balanciert hast; warum soll ein Gratweg schwieriger sein? Gehe konzentriert, aber nicht hastig. Wenn es gar nicht geht, dann kriech auf allen Vieren (es gibt am Berg keine Stilnoten).

Gute Erklärung der zwei zu differenzierenden Symptome Höhenschwindel und Höhenangst, sowie Wege zum alltäglichen Umgang damit:

Hier ein Artikel aus der SAC Zeitschrift „Die Alpen“ zum selben Thema:
http://alpen.sac-cas.ch/de/archiv/2008/200806/ad_2008_06_05.pdf

Ob in den Alpen oder in den Weiten des Nordens: Nicht überall ziehen Wege durch die Landschaft
Weglos wandern: So gehts

Berge sind schön, aber gefährlich

Körperliche Grenzzustände
Die ungewohnte Umgebung, verbunden mit der erhöhten Anstrengung, kann den Körper in Grenzzustände bringen, in denen die Unfallgefahr deutlich zunimmt. Die Konsequenz: Pausen einschalten. In der Pause erholt sich nicht nur dein Körper; auch deine Konzentrationsfähigkeit ist danach wieder besser.

Angst kann selbst der routinierte Bergwanderer überfallen, und kann selbst an einfachen Stellen auftreten. Angst ist ein schlechter Ratgeber; handele deshalb nicht aus der Angst heraus, und bekämpfe Sie nicht blind. Ruhe dich aus und entscheide zehn Minuten später, ob du weitergehst oder umkehren wirst.

Überhitzung macht dich müde, führt zu Übelkeit oder gar Ohnmacht. Meistens kommt es zur Überhitzung, wenn man zuviel Sonne bekommen hat; trage deshalb eine Mütze, und vermeide schulterfreie Kleidung (sie ist nur scheinbar „leichter“). Überhitzung entsteht aber auch als Folge von zu dicker oder schlechten Kleidung! In beiden Fällen such dir eine schattige Stelle, machen Pause und trinken genügend. Falls ein Bach oder ein Viehbrunnen in der Nähe ist, kühle deine Arme und Kopf mit dem Wasser ab.

Zusammenfassung

Bergwandern ist die leichteste Sportart, die du betreiben kannst, denn die Technik selbst, das Gehen und Steigen, ist geradezu banal. Bei vernünftiger Vorbereitung und besonnenem Handeln ist das Bergwandern, insbesondere auf markierten Routen, ungefährlich, und wird dir nicht nur die Erfahrung der eigenen Leistungsfähigkeit vermitteln, sondern auch nachhaltige Erlebnisse. Das, was du erlebst, hast du dir mit eigener Anstrengung verdient. Es ist erst diese Anstrengung, welche Erlebnisse schafft – ein Steinbock im Zoo ist nichts als ein Zootier, ein Steinbock im Gebirge hingegen wird zum Erlebnis. Mit dem Helikopter oder der Seilbahn auf dem Gipfel anzukommen ist banal, ihn aber selber, nach Stunden des Schnaufens und Schwitzens, erreicht zu haben, macht uns stolz und gibt uns ein tiefes Gefühl der Befriedigung – der Weg ist das Ziel.

Wenn ihr denkt das wäre Wahnsinn. Dann muss ich sagen dass das was wir täglich erleben mit folgestopften Zügen und Strassen. Menschen die sich nur um sich selber kümmern, und um den Profit. Das ist Wahnsinn pur.
Bergsport ist wie im Business: Schnelle Entscheidungen treffen, mit einem gewissen gesundem Grundrisiko. Sich auf seine Partner 100%ig zu verlassen. Spass am neuem, und keine Angst zum scheitern oder umkehren.
Und… Nur ein gut funktionierender Körper ist auch in der Lage Leistung zu bringen.
Als ich nach einer Tour auf meinen Zug wartete. Kam ein junger Man vorbei, und fragte mich: „häschmer än stutz„. Da merkte ich, ich bin wieder im Wahnsinn pur 🙂

Ich möchte meine Passion weiterzugeben. Ob in der Vertikale, Snowboard oder bei Bergtouren. Falls ihr also mal Lust habt was zu erleben, und das nicht nur beim Hallenklettern 😉

So Stay Cool

Berg Projekte 2011

Jun 19, 2011   //   by niki   //   Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, on the top  //  2 Kommentare

Mein noch in Planung befindliches Bergsteiger Projekt 2011 fuer den September geplant:

Das Projekt X ist sicher das grösste und schwierigste Projekt was ich mir in diesem Jahr vorgenommen habe. Überschreitung aller Gipfel im hinteren Sihltal
16 Gipfel mit 3700 Höhenmeter in 2 Tage. Das meiste im Bereich T6 und Klettern im 3 Grat. Edit: Zum Teil gemacht, aber noch nicht abgeschlossen. Mehr unter Hikr

Projekt X from Niki Huwyler on Vimeo.

Als Vorbereitung:

Dem Ostgrat entlang auf den Pilatus von Hergiswil aus T5. Voraussichtlich 21. Juni
Edit
: Pilatus abgeschlossen, Erlebnis der Extraklasse Dem Ostgrat entlang auf den Pilatus

Rautispitz und Wiggis T6. Rundtour ab Näfels. Voraussichtlich unter der Woche Ende Juni
Edit: Tour abgeschlossen, meine bis jetzt härteste Freesolo Tour Wiggis – Rautispitz via Täli

Vrenelisgärtli WS T4. Voraussichtlich 2. – 3. Juli
Edit: Vrenelisgärtli und Ruchen abgeschlossen, sehr zu Empfehlen Vrenelisgärtli und Ruchen

Überschreitung der sieben plus fünf Churfirsten an einem Tag T5 mit 6000 Höhenmeter.
Edit:
Tour abgeschlossen. Churfirsten Überquerung mit 6600 Aufstiegs Höhenmeter und 50km in 24 Stunden. Churfirsten+ in 24h 6600Hm und 50km

Weitere Projekte: 2011 / 2012

  • Zindelspitze. Voraussichtlich Ende. August Edit: Abgeschlossen. Bericht im Hikr
  • Dufuorspitze. Voraussichtlich nächstes Jahr
  • Eiger. Voraussichtlich nächstes Jahr
  • Matterhorn Westgrat. Voraussichtlich nächstes Jahr
  • Dom / Täschhorn. Voraussichtlich nächstes Jahr
  • Wellhorn und Dossen. Voraussichtlich Ende Juli Edit: Abgeschlossen. Bericht im Hikr
  • Bike & Hike von Euthal nach Wildegg und Fläschlihöchi auf den Fluebrig. Voraussichtlich 25. August
  • Bike & Hike von Weglosen zur Drusberghütte und Drusberg Südkante T6. Voraussichtlich August
  • Über die Nasenlöcher aufs Öhrli. Voraussichtlich 6. September Edit: Abgeschlossen. Bericht im Hikr
  • Chammhalde – Öhrli – Hüenerberg – Girenspitz – Säntis. Voraussichtlich Oktober
  • Altenalptürm und Hängeten – die Überschreitung T6. Voraussichtlich ende September
  • Falknis. Voraussichtlich 18. August. Edit: Abgeschlossen. Bericht im Hikr
  • Pizol by fair means. Voraussichtlich ende. September
  • Vrenelisgärtli via Guppengrat. Voraussichtlich 23.-24 September
  • Dallenwil – Brisen – Oberbauenstock – Seelisberg. Voraussichtlich September
  • Goggeien-Pendezenberg Überschreitung. Voraussichtlich September
  • Fürenwand und Braunwald Klettersteig. Voraussichtlich unter der Woche August/September
  • Tödi. Voraussichtlich September, oder als Winter Tour
  • Wägitaler Umrandung Monstertour. Voraussichtlich 2012

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