Risikomanagement

Nov 22, 2011   //   by niki   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, Snowboard, Sport  //  7 Kommentare

Vrenelisgärtli auf 2904 am 3. Juli 2011 mit Tobias, Benedikt und Markus. http://www.hikr.org/tour/post37435.html

Ich habe mich mit Risikomanagement befassen müssen wenn ich mit anderen in die Berge gehe. Da ich meist der Erfahrenste Bergänger bin, habe ich die Verantwortung für die Tour. Aber wie ist das genau?

Risiko ist nicht immer beherrschbar und im alpinen Bereich bleibt der Tod ein Seilgefährte. Aber Berge ohne Gefahr sind keine Berge.
Der Erwachsene Mensch ist grundsätzlich mündig und frei in seinen Entscheidungen. Es ist sein Recht, Abenteuer, Unsicherheit, Gefahr, Wagnis und Risiko zu suchen. Der Staat hat von Verfassungs wegen nicht das Recht, seinen erwachsenen und zur freien Willensbestimmung fähigen Bürger zu bessern oder zu hindern, sich selber zu schädigen (BVerfGE 22). Wer ausschliesslich sich selber gefährden will, kann das tun.

Eigenverantwortung liegt vor, wenn sich eine Person frei verantwortlich und in voller Kenntnis des Risikos und der Tragweite ihrer Entscheidung in eine Gefahrensituation begibt. Die Straflosigkeit eines Beteiligten setzt voraus, dass sich der weitere Beteiligte „frei und eigenverantwortlich gewollt“ selber gefährdet. Wer lediglich die Selbstgefährdung eines anderen veranlasst, ermöglicht oder fördert, ist wegen Körperverletzung- oder Tötungsdelikt strafbar. Zu Grunde liegt das Verfassungsprinzip der Selbstverantwortung.

Risiko – warum nicht?
Risiko ist präsent, im Leben wie auch im Sport, Risiko und Wagnis begleiten den Menschen seit jeher auf der Suche nach Lebensbereichen und Erfahrungen, sie sind notwendiger Teil der Evolution, Der Mensch ist Teil der Natur, Wer versucht sich in der Natur zu beweisen, ist nicht verrückt. Risikobereitschaft geht mit Lebensmut Hand in Hand. Menschen, die gelernt haben, Risiken einzugehen und zu akzeptieren, tragen erheblich zu einer funktionierenden Gesellschaft bei.

Würden wir nicht mal neue Horizonte suchen, würden wir nicht wissen wollen wie es oben auf dem Berg aussieht oder was hinter den Bergen passiert – wir wären wohl noch heute in der Steinzeit. Wenn Menschen unter Gefahr die Berge hochkraxeln, haben Sie einem Urtrieb nachgegeben, den wir kaum kontrollieren können. Das Suchen von Gefahrennähe verursacht zudem Adreanlinstösse, die süchtig machen. Suchthaufen geben ihrem Suchtstillmittel stets nach, Bergsüchtige brauchen die Höhenluft, den eisigen Wind um die Nase, die Schrammen an den Fingern und die blauen Flecken am Körper.

Heutzutage  werden alpine Gefahrenräume entschärft und Wände für den Breitensport eröffnet. Routen verlieren ihr Wagnis, sie werden gebohrt und fleissig saniert. Für Tausende und Abertausende werden Equipment bereitgestellt und Wander-Alpin-Kletter-Führer erscheinen wöchentlich. ohne das die Abertausende in den Bergen aufgewachsen sind, oder die alpine Gefahr Schritt für Schritt verinnerlicht zu haben. Besonders ehrgeizige Wesen werden – hinten geschoben und vorn gezogen – in Todeszonen transportiert. Und geht es schief, wird der Schuldige gesucht. Outdoor -Konsument und Outdoor-Management verändern den Bergsport.

In der Ausgabe von „bergundsteigen“ findet sich ein lesenswerter Artikel zum Thema „Risiko“. Der Artikel ist hier frei zugänglich.

Wie Reinhold Messner schon sagte: “Je grösser die Gefahr, desto intensiver das Erlebnis
Ein Notfallset gehört immer mit auf die Berge. Nicht nur für sich selber, sondern auch aus Rücksicht für andere.
Weitere Ausrüstungsgegenstände in meinem Blog unter: Bergsport.

7 Kommentare

  • […] sehr vielen Kletterstellen, was auch viel Zeit kostet. Mitnehmen werde ich nur das bewährte. Dem Risiko bin ich mir bewusst, und habe mich auch sehr gut darauf vorbereitet. Dazu gehört Training am Berg, […]

  • […] Weissmieshütte startet. Lieber einmal mehr umkehren als etwas auf Teufel komm raus durchziehen. Risiko in den Bergen ist immer vorhanden Wissen und Erfahrung bringt am meisten wann und wo mit Seil […]

  • […] einmal habe ich meine Meinung zum Thema Risikomanagement veröffentlicht. Daran hat sich nicht viel verändert. Da der Bergsportler sich bewusst in […]

  • […] Projekte. Das dies natürlich nicht von heute auf morgen ging, sollte klar sein. Das “Risiko” für mich immer akzeptabel. Auch wenn meine Freesolo Touren mittlerweile im 5a sind, ist es […]

  • […] einmal habe ich meine Meinung zum Thema Risikomanagement veröffentlicht. Daran hat sich nicht viel verändert. Da der Bergsportler sich bewusst in […]

  • […] startet. Lieber einmal mehr umkehren als etwas auf Teufel komm raus durchziehen. Risiko in den Bergen ist immer vorhanden Wissen und Erfahrung bringt am meisten wann und wo mit Seil […]

  • […] Risikomanagement […]

Hinterlasse ein Kommentar

Letzter Blog

Instagram

Archiv

Kategorien

Gallery (Zufall)

Print Foto Referenzen Bike Foto Referenzen _d122709 dscn6489 DSCN5354 IMG_9394 IMG_2492 _D161515 IMG_0063 Visitenkarte end.indd Nikon P300 Fanenstock P1030958 Bergtour rund um den Roggenstock Pferd _DSC0507