Lawinen Airbag

Dez 22, 2011   //   by niki   //   Allgemein, Bergsport, Blog, Snowboard  //  1 Kommentar

Der Lawinenairbag (ABS-Avalanche Airbag System, Lawinenrucksack) ist ein wiederverwendbares Rettungsgerät, das die Überlebenswahrscheinlichkeit von Personen, die von einer Lawine erfasst wurden, erhöhen soll. Der Lawinenairbag ist für Tourengeher und Variantenfahrer gedacht, die sich abseits der gesicherten Pisten bewegen.

Schon länger gibt es das Airbagsystem am Markt. Aber erst seit etwa 5 Jahren so richtig in Mode gekommen. Von den derzeit verfügbaren Systemen bietet der Lawinenairbag die grössten Chancen, einen Lawinenunfall zu überleben
Seit kurzem habe ich das R.A.S. von Mammut einen Entfernbarer-Airbag-Rucksack. Er basiert auf dem erfolgreichen Rucksackmodell Nirvana. Eine ganze Linie soll Winter 2012/2013 folgen. Dabei setzte man auf den Partner Snowpulse, der das Airbagsystem liefert.
Momentan ist es noch nicht möglich die Kartusche (Cartridge Non-Refillable) selber aufzufüllen. Das wird erst im Sommer 2012 möglich sein mit den Refillable 207Bar. Somit müssen die leere Kartusche bei Mammut vorbei gebracht werden, und für etwa 30.- wieder befüllt werden.

Mittlerweile springen sehr viele andere Hersteller auf das APS drauf, wie Scott, Ortovox, Völkl, Dakine, Atomic, Salomon und noch viele mehr. Die neuen Modelle sind Preislich immer noch sehr hoch, der R.A.S. von Mammut kostet 750.- bei 30

Eine Übersicht über die neuen Rucksäcke findet man bei skiingthebackcountry.
Oder auf der Nummer 1 in Sachen Lawinensicherheitsausrüstung ich-liebe-berge.ch
Ein weiterer guter Link zur NZZ: Das Spiel mit dem Restrisiko

Versuche des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) im Februar und März 2001 sollten die Wirksamkeit von Lawinen-Rettungsgeräten klären. Bei einem umfangreichen Test am 16. März 2001 wurden mit Hilfe von künstlich ausgelösten Lawinen 3 von 7 (ca. 42 %) der menschenähnlichen Dummys mit Lawinenairbag vollständig verschüttet. Die 3 Dummys waren nicht an der Oberfläche sichtbar. Deren Verschüttungstiefe war aber geringer, als bei den totalverschütteten Dummys ohne einen Lawinenairbag. Die Airbags aller 7 Dummys waren an der Schneeoberfläche sichtbar und hätten im Ernstfall die Rettungsdauer erheblich verkürzt.

Im Vergleich dazu wurden 5 von 6 Dummys (ca. 83 %) ohne Lawinenairbag vollständig verschüttet.

Nach einer statistischen Analyse von 86 dokumentierten Lawinenunfällen in den Jahren 1991 bis 2005 durch das SLF, haben 95 % der Personen mit einem Lawinenairbag den Lawinenabgang überlebt. Insgesamt konnte festgestellt werden, dass die Überlebenschance bei allen nicht, oder nur teilweise verschütteten Personen mindestens 97 % beträgt.

 

1 Kommentar

  • schöner Überblick der neuen ABS Systeme. Der neue Lawinenairbag von Mammut mit dem R.A.S. von Snowpulse darfst du aber nicht mit dem herkömmlichen Snowpulse System, welches auch im K-Tipp getestet wird, vergleichen. Das R.A.S. schliesst sich nicht rechts und links um den Kopf, sondern bildet ein rechteckiges Kissen hinter dem Kopf.

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